Die Grundschule

 

Im Wiesengrund bleibt am Ball…

 

 

 

 

 

Willkommenskinder (Flüchtlingskinder)

 

Bei uns finden jede Woche neun Stunden Förderung für 21 Willkommenskinder statt. Hier wird Deutsch als Fremdsprache erlernt (DaF). Die neun Stunden sind auf vier Lehrkräfte verteilt. Um effektiv und nachhaltig mit den Kindern zu arbeiten, sind sie in maximal 4er bis 5er-Gruppen eingeteilt. Somit erhält jedes Kind 2 Stunden pro Woche. Wenn wir uns an das Erlernen einer Fremdsprache zurückerinnern, ist eigentlich ein tägliches (!) Üben von Vokabeln/Wortschatz unerlässlich. Das würden wir uns sehr wünschen…

 

 

Für einen kurzen Kommunikationsweg zwischen den vier Lehrkräften sind für die Kinder Schnellhefter angelegt worden. In diese wird jedes Mal eingetragen, was erarbeitet worden ist, sodass der nächste Kollege daran anknüpfen kann.

 

 

Inhaltlich wird der Wortschatz nach Themenfeldern erarbeitet. Dabei geht es mithilfe von Dominos, Memorys, Sprachförderspielen oder Musik um den schulischen Alltag, Zahlen und Farben, den Körper oder das Einkaufen. Wichtig ist uns hier vor allem, dass die Kinder dies mit Kopf, Herz und Hand erlernen. So gehen wir beispielsweise gern mit unseren Kindern nach der Wortschatzerweiterung im Kaufladen „einkaufen“.

 

 

Desweiteren soll ein „Erste Hilfe“-Paket für das Kollegium entstehen. Dieser kann durch alle Lehrkräfte in den Unterricht integriert werden.

 

Zudem soll eine Software zum Aufbau des Wortschatzes bestellt werden. Diese ermöglicht das Lernen von deutschen Vokabeln mithilfe von 14 verschieden Sprachen.

 

Die Integrationsbeauftragte besucht regelmäßig Fortbildungen und vermittelt neue Ideen bzgl. sprachsensiblen Unterrichts oder neuer Sprachförderspiele/ -lieder im Sinne eines Multiplikators an das Kollegium.

 

 

 

 

 

Deutsch als Zweitsprache (DAZ)

 

Für den DAZ-Unterricht „Deutsch als Zweitsprache“ sind in diesem Schuljahr 16 Wochenstunden bereit gestellt. In Kleingruppen erarbeiten wir beispielsweise die Präpositionen mithilfe von unseren Klassentieren.

 

 

 

 

 

 

Elterncafé

Wir sind nicht nur für die Kinder da! Wir holen die Eltern mit ins Boot…

Jeden Donnerstag von 8-10 Uhr sind alle Eltern eingeladen mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen, Neuigkeiten aus der Schule zu diskutieren oder einfach nur gemütlich zusammen zu sitzen. Dabei gilt der Grundsatz „Bunt ist Kult(ur)“. 

 

 

Gemeinsame Aktionen wie die Herstellung von Leckereien und Gebasteltem für unseren WichtelWunderWiesengrund-Markt (WWW), schaffen ein Wir-Gefühl, unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft. In diesem Jahr sind bereits Lampions und liebevoll verzierte Trinkschokolade entstanden.

 

 

Das Elterncafe wird von der Schulpflegschaft, der arabischen HSU Lehrkraft, der Integrationsbeauftragten sowie des Schulleitungsteams begleitet.

 

Als sinnvolle Verzahnung sind in unregelmäßigen Abständen die Familienbegleiterinnen der Stadt Iserlohn, das Jugendamt, die Mitarbeiter des Stadtteilcafes Buchenwäldchen „Strübli“ und Frau Golenko vom Projekt „Bunt ist Kult“ zu Gast.

 

 

Hier wird gelebt, dass man sich nichtsprachlich im gemeinsamen Handeln näher kommt.

 

Sobald die Räumlichkeiten geklärt sind, sollen parallel zum Elterncafe Sprachkurse im Computerraum angeboten werden.

 

 

 

 

 

Interreligiöse Veranstaltungen

 

Zu den Fachkonferenzen wurden neben Pfarrern erstmalig Vertreter der DITIB eingeladen. Wir machen uns gemeinsam für interreligiöse Veranstaltungen stark, um ein gegenseitiges Verständnis, Akzeptanz und Respekt gegenüber verschiedener Religionen frühzeitig zu schulen.

 

 

 

 

Sprachenvielfalt

 

Innerhalb der Mitarbeiter des Vormittags- und Nachmittagsbereichs herrscht eine hohe Sprachenvielfalt (Arabisch, Polnisch, Türkisch, Italienisch und Französisch). Seit 2014 findet nun Arabischunterricht an unserer Schule statt. Europas bester Arabischlehrer hilft jederzeit gerne. Dies kommt vor allem auch unseren Seiteneinsteigern zugute. Umgekehrt lassen wir uns auch gerne türkische, arabische oder griechische Wörter durch unsere Kinder beibringen. Ein offener und respektvoller Umgang mit verschiedenen Sprachen vermindert Ängste und schult das Verständnis für andere Kulturen. Auch kann so eine gute Verbindung zwischen Eltern und Schule stattfinden.

 

 

 

 

Herkunftssprachlicher Unterricht

 

Bereits ab dem ersten Schuljahr werden türkisch- und arabischsprachige Kinder in ihrer Herkunftssprache unterrichtet. Die richtige Nutzung der Herkunftssprache bietet ein besseres Verständnis beim Erlernen der deutschen Sprache.

 

 

Weiterhin werden regelmäßig Anträge für muslimischen Religionsunterricht an die Bezirksregierung gestellt, um diesen zusätzlich an unserer Schule installieren zu können.

 

 

 

 

 

Sprachcamp – Die Forscher vom Wiesengrund

 

2016 findet bereits zum 9. Mal das Sprachcamp für Schüler/innen, die zu Hause eine andere Sprache als Deutsch sprechen, statt. Ein Team von Erziehern und Lehrkräften arbeitet in ihren Herbstferien dort, damit die Nachhaltigkeit für die folgende Schulzeit nach den Ferien gegeben ist.

 

Durch die Verknüpfung von realen Naturerfahrungen in der Waldschule und im Wald und Experimentieren im Klassenraum wird den Kindern ein spielerischer Zugang zur deutschen Sprache ermöglicht. Sprachbarrieren werden durch die Arbeit in Kleingruppen durchbrochen.

 

Unsere Klassenlehrer haben diese Aktion durchgehend auf ihren Elternabenden thematisiert und alle Eltern mit Migrationshintergrund persönlich für dieses Projekt beworben.

 

 

 

 

JanS – Jugendhilfe an Schule

 

Das gemeinsame Projekt (JanS) der Stadt Iserlohn und der Ev. Jugendhilfe leistet einen Beitrag dazu, dass alle Beteiligten die Schule als einen Lern- und Lebensort erfahren. Die Mitarbeiter/innen der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen sind mit unterschiedlichen pädagogischen Angeboten im Wiesengrund tätig.

 

 

Angebote im Wiesengrund, die fest im Stundenplan gesetzt sind und wöchentlich stattfinden:

 

-          Forscherwerkstatt

 

-          SEKO (Sozialemotionales Kompetenztraining) mit dem Ziel der Ich-Stärkung

 

-          Erlebnis- und handlungsorientierte Gruppenarbeit in den Bereichen: Soziales Miteinander, Konzentration, Grenzen akzeptieren, Bedürfnisse aufschieben, Regeln/ Konfliktverhalten

 

-          Projekte im Rahmen des offenen Ganztags

 

-          JanS-Konferenz min. alle 4 Wochen mit Einzelfallkonferenzen mittwochs im Anschluss an unsere wöchentliche Lehrerkonferenz

 

 

 

Gemeinsames Lernen (GL)

 

Unsere Schule hat sich bereits seit Sommer 2012 auf den Weg zum inkludierten Lernen gemacht. In jeder Jahrgangsstufe gibt es Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf verschiedenster Art, welche beim gemeinsamen Lernen unterstützt werden. Dies geschieht durch eine sozialpädagogischen Fachkraft sowie durch eine speziell dafür eingestellte GL-Lehrkraft. Dazu hat die Schule ein Konzept der individuellen Förderung und Diagnostik entwickelt.

 

 

 

 

Sprache verbindet

 

Unsere Schule arbeitet eng mit dem Projekt „Sprache verbindet“  des Rotary-Clubs Iserlohn zusammen.  Das Erlernen der deutschen Sprache ist Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg in Schule und Beruf.  „Sprachscouts“ (meist Oberstufenschüler/-Innen) besuchen die teilnehmenden Kinder zu Hause. Die Scouts bringen altersgemäße Spiele, Bilder- und Lesebücher mit  und fördern sie eine Stunde in der Woche spielerisch in vertrauter Umgebung.  Die deutsche Sprache wird so kindgerecht in vertrauensvoller Atmosphäre erlernt.  Auch die Eltern haben so die Möglichkeit diesen Prozess mitzuerleben und profitieren in sprachlicher Hinsicht. Hemmschwellen und Ängste basierend auf sprachlichen Barrieren werden überbrückt.  Die Kosten der Sprachscouts teilen sich der Rotaryclub und die Teilnehmerfamilie.

 

 

Diese spezielle Förderung wird den Eltern direkt bei der Schulanmeldung im Sekretariat mit entsprechendem Flyer in drei verschiedenen Sprachen empfohlen. Unsere Lehrkräfte stehen im engen Austausch mit den Sprachförderern des Kindes und zum Teil findet diese Förderung sogar im Anschluss an den Unterricht in unseren Räumen statt, wenn die Familie das für den besseren Tagesablauf eines Ganztageskindes wünscht.

 

 

 

 

Unterrichtsprinzipien

 

Dank offener Unterrichtsgestaltung in Form von Lernzeit, Werkstattunterricht und Projektarbeit ist in den letzten Jahren eine Schulkultur gegenseitigen Respekts und gegenseitigem Helfens weiter gewachsen.  Immer wieder wird Unterricht zeitlich als auch inhaltlich so von unserem Kollegium gestaltet, dass

 

-          Schüler miteinander in Verbindung treten

 

-          Stärken und Schwächen eines jeden Kindes berücksichtigt werden

 

-          eine positive Einstellung zum Lernen geschaffen ist.

 

 

 

 

Lernzeit / Offene Lernzeit:

 

Im Sinne der Chancengleichheit haben wir die Hausaufgaben abgeschafft!

 

 

Unsere Offene Lernzeit (OLZ) von 7.57 Uhr bis 8.15 Uhr ermöglicht Tag für Tag unseren Schülern einen gemeinsamen, entspannten und positiv gestimmten Start in den Tag. In der täglichen OLZ sowie weiteren LZ-Stunden innerhalb des Stundenplans bearbeitet jedes Kind einen individuellen Lernzeitplan, der die Hausaufgaben ersetzt. Somit liegt die Betreuung der Hausaufgaben nicht mehr in Elternhand und folgerichtig hat jedes Kind nun die Möglichkeit bei seinen Hausaufgaben unterstützt zu werden. In den Lernzeitplänen sind differenzierte Lese-, Schreib- und Rechenübungen zu finden. Darüber hinaus bietet jede Klasse ein breites  und attraktives Materialangebot von Spielen, Bilder- und Lesebüchern, mit dem sich die Schüler frei beschäftigen können. 

 

 

 

 

Jahrgangsübergreifendes Lernen:

 

Wir haben uns auf den Weg zu Jahrgansübergreifendem Unterricht (JÜL) gemacht! Ein Arbeitskreis wurde dafür installiert.

 

 

 

 

Förderung in der Eingangsstufe

 

Die ersten beiden Klassen werden von einer sozialpädagogischen Fachkraft  unterstützt. Die Begleitung der Kinder im Unterricht, die Beratung der LehrerInnen  aber auch der Eltern und die Förderung in Kleingruppen gehören zu ihren Aufgabengebieten. So ist es möglich, die Kinder individuell in den einzelnen Lernbereichen abzuholen.

 

 

Unterstützt  von der Kinderlobby und dem Förderfond der Stadt Iserlohn ergänzt ein heilpädagogisches Angebot die Arbeit in der Eingangsstufe. In diesen sechs Stunden ( angelegt als Kleingruppenförderung ) werden die Grundkompetenzen der einzelnen Kinder gestärkt und somit eine gute Grundlage zu einem erfolgreichen Lernen in den nachfolgenden Jahren gelegt.

 

Besonders die Möglichkeit in der Schuleingangsphase in Kleingruppen zu fördern birgt für Kinder mit Migrationshintergrund die Chance in ihrem Tempo zu lernen, vermehrt in sprachlichen Kontakt zu treten und in der deutschen Sprache sicherer zu werden.

 

 

So können wir, wenn nötig, jedem Kind durch eine engmaschige Elternbegleitung und intensive Eingliederungsförderung einen individuellen Startbonus geben.

 

 

 

 

Möglichkeiten der vorschulischen Förderung

 

In den letzten beiden Jahren ist eine enge Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule entstanden. In einem Arbeitskreis arbeiten ErzierInnen und LehrerInnen gemeinsam an der Verwirklichung eines guten Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule, besprechen aktuelle Themen und bemühen sich um Fortbildung und einem fachlichen Austausch. Uns als Schule ist es dabei wichtig, schon im Kindergarten Kontakt zu den Familien aufzubauen und ihnen beratend beiseite zu stehen. Neue schulische Projekte wie die vorschulische Sprachförderung, die Förderung in der Pränumerik und der musikalischen Früherziehung mit Sprachbildung unterstützen diese Bestrebungen. Diese Projekte werden durch drei Lehrkräfte mit wöchentlich sechs Stunden verwirklicht.

 

 

 

 

Integrationsprojekte an unserer Schule

 

Projekt „Leseclub“:

 

An zwei Tagen die Woche werden speziell für sprachförderbedürftige Schüler der Stufe 1 und 2 spannende Bilderbuchaktionen in unserer Leseinsel angeboten. Dazu beschäftigt die Schule durch Spenden eine Lesepädagogin, die mit Methoden des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts (u.a. Bilderbuchkino) die Kinder zur Sprachbildung verführt.

 

 

Zusätzlich wurden für unsere Leseinsel, welche für jedes Kind auch im Stundenplan integriert wird, auch zweisprachige Bilderbücher angeschafft. Dies war durch eine großzügige Spende des Integrationsrates der Stadt möglich.

 

 

Projekt „Vereine“:

 

Es besteht eine Kooperation mit den Sportvereinen, jeweils durch eine Lehrkraft betreut.

 

-          Fußball (Mo)

 

-          Basketball (Di)

 

-          Schwimmen (Mi)

 

-          Radball/Kunstrad (Fr)

 

-          Turnen steht zurzeit auch noch aus

 

 

Projekt „Musical“:

 

Für das 3. und 4. Schuljahr wird im Halbjahresrhythmus ein Musical einstudiert und vor Schülern und Eltern in unserer Aula aufgeführt. Elemente des Theaterspielens und Musizierens liefern zentrale Aspekte  in der Sprachförderung. Nur in der Gemeinschaft kann ein solch großes  Vorhaben gelingen und jedes Mitglied trägt seinen Teil mittels individueller Stärken und Fähigkeiten dazu bei. Kooperationsfähigkeit, Toleranz, Respekt, Selbstdisziplin und Empathie werden bei den TeilnehmerInnen  nachhaltig gefördert. Vor einem breiten Publikum seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen schafft ein unvergessliches Erfolgserlebnis und stärkt das Selbstvertrauen gewaltig.

 

 

 

Projekt „Band“:

 

Das Bandprojekt ist eine Kooperation mit Jan Zimmer von Luxuslärm. Ein Lehrer begleitet dieses Projekt im Nachmittagsbereich. Im vergangenen Jahr konnten drei Bands gegründet werden. Dieses Jahr aus finanziellen Gründen leider nur eine.

 

 

Rap-AG:

 

Für das dritte und vierte Schuljahr besteht eine Rap-AG mit der Rock- und Pop-Fabrik Letmathe, in der Schüler mit sprachlichem Förderbedarf ihre eigenen Texte produzieren, rappen und mit Musik hinterlegen. Dazu wird für jedes teilnehmende Kind eine eigene CD produziert und ein Fotoshooting für das Cover organisiert.